wie viele tapetenrollen brauche ich pin ####

Durchatmen und Lostapezieren, z.B. mit dieser schönen Wellness-Tapete.

Muster-Ansatz und -Versatz erklärt

Du hastbereits die perfekte Tapete gefunden und bist bereit für den Check-out? …Moment! Wie viele Rollen brauchst du eigentlich? Viele Tapeten besitzen Muster, die über einzelne Bahnen hinausragen. Die Übergänge müssen also aufeinander abgestimmt werden, weswegen Verschnitt entsteht und nicht die gesamte Tapetenrolle genutzt werden kann. Aus diesem Grund musst du noch mehr als nur die zu tapezierende Wandfläche in deinen Berechnungen berücksichtigen.

Wie genau das geht und worauf du achten musst, erklären wir in diesem Artikel ganz einfach Schritt für Schritt. Verlass dich nicht auf vage Schätzungen. Hol dir Zettel und Stift, einen Taschenrechner und in wenigen Minuten weißt du ganz genau Bescheid. Und keine Sorge – man muss Mathematik definitiv nicht mögen, um mit unserer Anleitung klarzukommen. Egal ob Profi oder Laie - wir haben alles detailliert beschrieben und an Beispielen erklärt. Los geht's!

Auf einen Blick - Inhalt

Symbole zum Musteransatz

Finde als erstes die AnsatzartdeinerWunsch-Tapete heraus. Die entsprechenden Symbole findest du direkt auf der Rolle, in der Beschreibung der Tapete (Onlineshop) oder beim Kauf im stationären Geschäft auf der Rückseite der Tapete im Musterbuch.Sitzt du gerade zu Hause und hast die Tapetenverpackung schon entsorgt? Kein Problem, zur Not kannst du die Länge dereinzelnen Musterwiederholungen, im Fachjargon als Rapport bezeichnet, auch selber messen. Dies ist ein entscheidender erster Schritt, denn das Muster deiner Tapete beeinflusst die benötigte Anzahl an Tapetenrollen seh

Rapport
Ansatzfreie Tapeten

Ansatzfreien Tapeten sehen elegant aus UND sind einfach anzubringen. Probiere es aus mit dieser zeitlosen Streifentapete

Ansatzfreie Tapeten

freier Ansatz

Beachte, dass sich die Muster an den Rändern nicht überschneiden – es gibt keinen Ansatz!


Ansatzfreie Tapeten sind auch als "Tapeten mit offenem Ansatz", "Tapeten ohne Ansatz", "Tapeten ohneWiederholungen", oder "Tapeten mit beliebigem Ansatz" bekannt. Ansatzfreie Tapeten besitzen weder ein sich wiederholendes Muster noch andere Designelemente, die am Rand der Tapetenbahnen zusammengeführt werden müssen. Das klassische Beispiel einer ansatzfreien Tapete sind einfarbige Tapeten (Unitapeten) oder Tapeten mit vertikalen Streifen. Ansatzfreie Tapeten sind sehr leicht zuzuschneiden und daher perfekt für Anfänger geeignet. Da man an den Übergängen zudem kein Muster beachten muss, fällt kein bzw. nur geringer Verschnitt an.
Und wie viele Rollen brauche ich nun genau?

Berechnungen für die Anzahl der Rollen bei ansatzfreien Tapeten:

Schritt #1: Wie viele Bahnenerhalte ich aus einer Rolle?

Dies ist die erste Frage, die wir beantworten müssen. Das Ergebnis hängt hierbei offensichtlich direkt von der Höhe deiner Wand ab. Teile also die Länge der Tapetenrolle durch die Höhe deiner Wand.

Beispiel: 10,05m (Länge der Rolle) / 2,50m (Wandhöhe) = 4,02 (Bahnen pro Rolle)

Die Anzahl der Streifen pro Rolle muss natürlich immer eine ganze Zahl sein. Daher muss das Ergebnis nun noch abgerundet werden. In diesem Beispiel werden die errechneten 4,02 Bahnen zu 4 verwertbaren Streifen pro Rolle.

Achtung! Beachte, dass in unserem Beispiel bei jeder Rolle nur 5cmVerschnitt enthalten sind (0,02*2,50m = 0,05m; also nur ca. 1cm pro Streifen). Daher bleibt nur sehr wenig Spielraum für Fehler. Um das Risiko zu minimieren und am Ende nicht zu wenig Tapete für die Wand zu haben, empfehlen wir 1-2 Rollen mehr zu bestellen. Dies gilt insbesondere für Anfänger oder bei schiefen Wänden, denn dann sollten die Bahnen auf dem Boden grob und dann erst an der Wand exakt zugeschnitten werden.

Schritt #2: Welche Breite wird durch eine Rolle abgedeckt?

Diese Frage ist leicht zu beantworten. Multiplizieredie Breite einer einzelnen Bahn bzw. der Rolle mit der gerade errechneten Anzahl der Streifen pro Rolle.

Beispiel: 0,53m (Breite der Tapetenrolle) * 4 (Streifen pro Rolle) = 2,12m (abgedeckte Breite)

Schritt#3: Wie viele Rollen benötige ich insgesamt?

Yeah, wir sind nur noch einen kleinen Schritt von der Antwort entfernt. Teile die Gesamtbreite deiner Wand durch die abgedeckte Breite pro Rolle, die wir in Schritt 2 ermittelt haben. Jetzt nur noch aufrunden und voilá, schon geschafft.

Beispiel: 3,12m (Wandbreite) / 2,12m (abgedeckte Breite durch eine Rolle) = 1,47 (Anzahl der benötigten Rollen).
Natürlich kann man keine halben Rollen kaufen, daher runden wir zur nächsten vollen Zahl auf. Für unser Beispiel benötigen wir insgesamt also 2 Tapetenrollen.


Und? Bist du noch dabei? Wenn nicht, keine Sorge. Wir haben hier extra noch ein 2. Beispiel vorbereitet und alle Rechenschritte übersichtlich zusammengefasst.

Bekannte Angaben

Rollenlänge (RL) = 10,05m
Rollenbreite (RB) = 0,70m
Wandhöhe (WH) = 3,10m
Wandbreite (WB) = 5,30m

Unbekannte Angaben

Streifen aus 1 Rolle (SR) = ?
Abgedeckte Breite durch 1 Rolle (AB) = ?
Benötige Anzahl an Rollen (AR) = ?


Schritt 1

SR = RL/WH

SR = 10,05/3,10
SR = 3,24
SR = 3 (abgerundet)

Schritt 2

AB = RB * SR

AB = 0,70 * 3
AB = 2,10

Schritt 3

AR = WB/AB

AR = 5,30/2,1
AR = 2,52
AR = 3 (aufgerundet)


Mustertapete mit geradem Ansatz

Sieh wie sich das Muster mit geradem Ansatz elegant über die ganze Wand erstreckt.

Tapeten mit geradem Ansatz

Tapeten mit geradem Ansatz

Jeder Streifen sieht genau gleich aus!


Als Nächstes schauen wir uns Tapete mit geradem Ansatz an. In diesem Fall müssen die Muster an den Übergängen aufeinander abgestimmt werden. Daher ist es sehr hilfreich die Tapete vor der Anbringung bzw. beim Zuschneiden im Flur auszulegen. Schnell wird klar, dass jede Bahn gleich aussieht – denn die Muster wiederholen sich genau in derselben Höhe (quasi wie auf einer geraden Linie, daher auch der Name). Bei dieser Tapetenart entsteht etwas mehr Verschnitt, weil das Ende eines Streifens nicht zwangsläufig den Anfang des nächsten Streifens bilden kann, sondern so lange verschoben werden muss, bis die Musterübergänge passen.
Übrigens muss man den Verschnitt nicht wegwerfen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Tapetenreste noch kreativ zu verwenden. In Kürze werden wir dazu einen weiteren Blogbeitrag veröffentlichen. Lass dich inspirieren!

Berechnungen für die Anzahl der Rollen bei Tapete mit geradem Ansatz:

Im Gegensatz zu ansatzfreien Tapeten müssen wir nun den Musterwiederholungen mehr Aufmerksamkeit schenken. Daher ist diese Tapetenart etwas komplizierter in der Berechnung und erfordert einen zusätzlichen Schritt, mit dem wir auch direkt beginnen.

Zusatzschritt: Verschnitt einberechnen und "Kalkulations-Wandhöhe" herausfinden

Zunächst gilt es herauszufinden, wie lang ein einzelnes Muster ist (oben hatten wir dies bereits als Rapport bezeichnet). Diese eine Zahl größer Null findest du auf der Tapetenrolle – meistens direkt bei dem entsprechenden Symbol für den Musteransatz. Wenn du dir nicht sicher bist, miss einfach nochmal nach (an der Kante einer Bahn!) oder frag uns. Und nun müssen wir wissen, wie oft diese Zahl (bzw. wie viele Musterwiederholungen) in deine Wandhöhe passen. Damit wir hier keine ellenlangen Formeln verwenden und erklären müssen, zeigen wir es dir anhand von Zahlenreihen erneut an unserem Beispiel.

Beispiel: Die Wandhöhe beträgt 2,50m und die Wiederholung der Muster (Rapport) ist 40cm lang (0,40m). Die identischen Muster erscheinen somit alle 0,40m.

Bilde nun eine Zahlenreihe in 0,40m Schritten bis deine Wandhöhe zwischen 2 dieser Zahlen liegt.

0m … 0,40m … 0,80m … 1,20m … 1,60m … 2,00m … 2,40m ... ... 2,80m

Die größere Zahl (also die rechte) ist die gesuchte neue "Kalkulations-Wandhöhe". In diesem Beispiel sind dies 2,80m. In diesem Beispiel sind dies 2,80m.

Mit dieser berechneten Wandhöhe können wir nun die Schritte aus dem Absatz Ansatzfreie Tapeten wiederholen. Wir rechnen allerdings nicht mehr mit der tatsächlichen Wandhöhe, sondern mit der "Kalkulations-Wandhöhe", um den Verschnitt richtig zu berücksichtigen. Und wie du siehst, ist die Berechnung auch hier für jeden machbar.

Folge jetzt den gleichen Schritten wie bei der Berechnung von ansatzfreier Tapete. Benutze jedoch die neue "Kalkulations-Wandhöhe" anstatt der tatsächlichen Wandhöhe.

Um es noch deutlicher zu zeigen, haben wir auch für diesen Fall wieder ein 2. Beispiel vorbereitet und alle Rechenschritte übersichtlich zusammengefasst.

Bekannte Angaben

Rollenlänge (RL) = 10,05m
Rollenbreite (RB) = 0,70m
Wandhöhe (WH) = 3,10m
Wandbreite (WB) = 5,30m
Musterwiederholungen (MW) = 64/0

Unbekannte Angaben

Streifen aus 1 Rolle (SR) = ?
Abgedeckte Breite durch 1 Rolle (AB) = ?
Benötige Anzahl an Rollen (AR) = ?
Kalkulations-Wandhöhe (KW) = ?


Zusatzschritt

0 … 0,64 … 1,28 … 1,92 … 2,56... ...3,20m

KW = 3,20

(Ab hier wie bei ansatzfreien Tapeten)

Schritt 1

SR = RL/WH

SR = 10,05/3,20
SR = 3,14
SR = 3 (abgerundet)

Schritt 2

AB = RB * SR

AB = 0,70 * 3
AB = 2,10

Schritt 3

AR = WB/AB

AR = 5,30/2,1
AR = 2,52
AR = 3 (aufgerundet)


versetztes Muster

Durch das versetzte Muster wirkt diese Tapetespielerisch, frisch und dezent.

Tapeten mit versetztem Ansatz

Tapete mit versetztem Ansatz

Tapete mit versetztem Ansatz muss vielverschoben werden, um zueinander zu passen.


Jetzt wird es ernst – wir kommen zur Königsklasse der Tapeten (zumindest wenn es um anspruchsvolle Berechnungen der benötigten Rollenanzahl geht). "Tapete mit versetztem Ansatz"- manchmal auch "Tapete mit verschobenem Ansatz" genannt -ist durch Muster gekennzeichnet, die über die Enden der Tapetenstreifen hinausgehen und zusätzlich versetzt zueinander positioniert sind. Dadurch wirken die Muster über die gesamte Wand verteilt oft größer und aufregender. Auch hier empfehlen wir wieder dringend, die einzelnen Bahnen bereits auf dem Fußboden passend auszulegen bzw. zuzuschneiden. Im Gegensatz zu Tapeten mit geradem Ansatz sieht nun nicht mehr jeder Streifen gleich aus und durch die Verschiebung des Musters entsteht zusätzlicher Verschnitt.

Tapete mit versetztem Ansatzist schwieriger anzubringen und es entsteht am meisten Verschnitt – allerdings lohnt sich die Arbeit für ein tollesErgebnis!

Berechnungen für die Anzahl der Rollen bei Tapete mit versetztem Ansatz:

Theoretisch gibt es Tapeten, bei denen das Muster nur um ein Drittel oder Viertel etc. des Ansatzes verschoben wird – praktisch haben wir dies noch nicht gesehen und wir verkaufen bereits sehr lange Tapete und haben aktuell mehrere Tausend Designs in unserem Onlineshop. Die folgenden Berechnungen beziehen sich daher auf eine Tapete mit versetztem Ansatz, bei dem die Verschiebung genau ein halbes Muster beträgt. Dies erkennt man übrigens daran, dass der Ansatz auf eurer Rolle mit 2 Zahlen ausgewiesen ist. Die erste ist der Rapport, die Zweite die Verschiebung des Musters. Aber bitte nicht wundern, wenn ihr nur eine Zahl findet. Da es wirklich kaum Ausnahmen gibt, sparen sich einige Hersteller die zweite Zahl – in diesem Fall handelt es sich dennoch um eine Verschiebung eines halben Musters (die genaue Zahl musst du aber leider selbst ausrechnen).

Was bedeutet diese Verschiebung jetzt eigentlich für die Praxis? Ganz einfach. Das bedeutet, dass jeder zweite Streifen identisch ist, denn die Bahnen werden jeweils um ein halbes Muster verschoben.Und nun zurück zu Zettel und Stift, im folgenden Abschnitt berechnen wir die benötige Rollenanzahl bei Tapeten mit versetztem Ansatz (Verschiebung um halbe Muster).

Der Ablauf der Berechnungen ist im Grunde genommen analog zu den Tapeten mit geradem Ansatz bzw. nach Berechnung der Kalkulations-Wandhöhe wie bei ansatzfreien Tapeten. Da hier aber besonders viel Verschnitt anfällt, betrachten Profis den ersten Streifen oft separat. Denn streng genommen können wir für ihn die normale Höhe berechnen und müssen nur die restlichen Streifen mit der Kalkulations-Wandhöhe berücksichtigen. Wir stellen dir hier die Profi-Variante vor – welche du letzten Endes wählst, bleibt dir überlassen.

Profi-Schritt (optional): Der erste Streifen hat die gleiche Höhe wie die Wand

Beispiel: Der erste Streifen/die Wandhöhe entspricht 2,50m und die Länge der Rolle beträgt 10,05m.

10,05m (Länge der Rolle) – 2,50m (Länge des ersten Streifens) = 7,55m (verbleibende Tapete)

Aus 10,05 m Rollenlänge verbleiben 7,55m für die restlichen Streifen. Zusätzlich müssen wir daran denken, später bei den Streifen pro Rolle 1 zu addieren (nämlich den separat betrachteten ersten Streifen).

Zugegeben, dieser Schritt macht es etwas komplizierter, aber bei großen Rapporten kann hier ein entscheidender Unterschied erreicht werden. Wir wollten dir diesen Profitrick daher nicht vorenthalten.

Zusatzschritt (analog zu Tapeten mit geradem Ansatz): Verschnitt einberechnen und "Kalkulations-Wandhöhe" herausfinden

Die folgenden Streifen werden alle bei der Hälfte der Muster der vorherigen Streifen angesetzt. Und wieder interessiert uns, wie viele Musterwiederholungen in deine Wandhöhe passen, allerdings unter Berücksichtigung der Verschiebung. Auch hier gibt es keine komplizierten Formeln, sondern wieder eine Zahlenreihe und unser Beispiel.

Beginne jetzt aber nicht bei 0, sondern bei der Hälfte des Rapports.

Beispiel: Die Wandhöhe beträgt 2,50m und die Musterwiederholung ist 40/20 lang (0,40m / 0,20m). Das bedeutet, dass das gesamte Muster alle 0,40m wiederholt wird und auf einer Höhe von 0,20m des vorherigen Streifens ansetzt.

0,20m … 0,60m … 1,00m … 1,40m … 1,80m … 2,20m... ...2,60m

Wir starten bei 0,20m und addieren immer 0,40m hinzu, bis die tatsächliche Wandhöhe zwischen 2 Zahlen passt. Nimm jetzt wieder die nächst größere Länge, also die Zahl rechts von deiner Wandhöhe. In unserem Beispiel sind das 2,60m (wir bezeichnen dies erneut als "Kalkulations-Wandhöhe"). Ab dem 2. Streifen entsprechen alle Streifen dieser Länge. Übrigens: Die Differenz zwischen dieser Zahl und der richtigen Wandhöhe ist der Verschnitt, der anfallen wird. Beträgt die berechnete Höhe also 2,60m und die aktuelle Wandhöhe nur 2,50m, so entstehen 10cm Verschnitt pro Streifen. Das ist perfekt, denn für eventuelle Fehler besteht genügend Spielraum, ohne dass allzu viel Verschnitt produziert wird.

Hinweis: Sollten hier nur 1-2cm Verschnitt pro Streifen entstehen, überlege ob dir das reicht. Wenn nicht, könntest du noch eine weitere Zahl nach rechts gehen und die Berechnung normal fortführen oder kaufe dir alternativ 1-2 Ersatzrollen (abhängig von deiner Wandgröße).

Schritt #1: Wie viele Bahnenerhalte ich aus einer Rolle?

Ab hier ist die Berechnung wieder analog zu den ansatzfreien Tapeten (beachte die Überschriften der Schritte). Als Nächstes gilt es herauszufinden, wie viele Bahnen aus einer Rolle gewonnen werden können. Wenn du den Profi Schritt gewählt hast, gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Wir zeigen dir den restlichen Weg mit Profischritt komplett. Den ersten Streifen haben wir also separat betrachtet, daher haben wir für die restlichen Streifen nur noch die verbleibende Tapete übrig.

Beispiel:

Wir teilendie verbleibende Tapetenlänge durch die "Kalkulations-Wandhöhe".

Beispiel: 7,55m (verbleibend) / 2,60m (Kalkulations-Wandhöhe) = 2,90 (weitere Streifen)

Leider müssen wir dieses Mal auf eine ganze Zahl abrunden. 2,90 Streifen werden so zu 2 verwertbaren Bahnen. 0,90*2,60m = 2,34m ist der Rest pro Rolle, der übrig bleiben wird. Aber wirf diese Tapetenreste auf keinen Fall in den Müll– gerade mit schönen Mustertapeten lassen sich noch viele weitere tolle Dinge anstellen. In Kürze berichten wir darüber.

Zurück zur Berechnung: Abschließend rechnen wir den separat betrachteten ersten Streifen und die berechneten weiteren Streifen zusammen.

Beispiel: 1 (erster Streifen) + 2 (weitere Streifen) = 3 (Anzahl der Streifen aus 1 Rolle)

Schritt #2: Welche Breite wird durch eine Rolle abgedeckt?

Multipliziere jetzt einfach die soeben ermittelte Anzahl der Streifen aus einer Rolle mit der Breite eines jeden Streifens bzw. der Tapetenrolle!

Beispiel: 3 (Streifen von 1 Rolle) * 0,53m (Breite der Rolle) = 1,59m (abgedeckte Breite)

Schritt#3: Wie viele Rollen benötige ich insgesamt?

Fast geschafft! Teile nun die gesamte Breite deiner Wand mit der durch eine Rolle abgedeckten Breite aus dem vorherigen Schritt. Dann bekommen wir das langersehnte Ergebnis.

Beispiel: Die Wandbreite beträgt 3,12m und durch eine Rolle können 1,59m abgedeckt werden.

3,12m (Wandbreite) / 1,59m (abgedeckte Breite durch eine Rolle) = 1,96 (Anzahl der benötigten Rollen, um die gesamte Wand abzudecken)

Hier musst du zur nächst größeren Zahl aufrunden. In diesem Beispiel bedeutet das, dass 1,96 Rollen zu 2 Rollen aufgerundet werden. In unserem Beispiel sind bei jedem einzelnen Streifen genügend Reste entstanden, daher brauchen wir auch nicht über zusätzliche Rollennachdenken.

Das war dir alles zu viel Text? Du willst die reinen Zahlen sprechen lassen? Bitteschön, auch hier bieten wir wieder ein separates Beispiel mit neuen Zahlen und kompakt zusammengefasst:

Bekannte Angaben

Rollenlänge (RL) = 10,05m
Rollenbreite (RB) = 0,70m
Wandhöhe (WH) = 3,10m
Wandbreite (WB) = 5,30m
Musterwiederholungen (MW) = 64/32
Verbleibende Tapete (V) = ?

Unbekannte Angaben

Streifen aus 1 Rolle (SR) = ?
Abgedeckte Breite durch 1 Rolle (AB) = ?
Benötige Anzahl an Rollen (AR) = ?
Kalkulations-Wandhöhe (KW) = ?
Weitere Streifen (WS) = ?


Profi-Schritt

V = RL - WH

Zusatzschritt

>0,32 … 0,96 … 1,60 … 2,24 … 2,88 3,52m

KW = 3,20
V = 10,05 – 3,10
V = 6,95


Schritt 1

WS = V/ KW

WS = 6,95/3,52
WS = 1,97
WS = 1 (abgerundet)

Schritt 2

SR = 1 + WS

SR = 1 + 1
SR = 2


Schritt 3

AB = SR * RB

AB = 2 * 0.70
AB = 1,40

Schritt 4

AR = WB/AB

AR = 5,30/1,40
AR = 3,78
AR = 4 (aufgerundet)

Fenster und Türen

Bekanntlich haben viele Wände auch Fenster und Türen oder zumindest eines davon. Inwiefern wirkt sich das auf die Berechnungen aus? Kannst du vielleicht Tapetenrollen sparen? Dies ist leider sehr selten der Fall. Dafür gibt es zwei Gründe.

Erstens müssen die Übergänge bei Tapeten mit Ansatz aufeinander abgestimmt werden. Das Muster, welches über dem Fenster aufhört, passt in der Regel nicht zu dem Stück mit dem es unter dem Fenster weitergeht.

Zweitens und das ist noch überzeugender: Die potenziellen Einsparungen an Tapete, die durch das Auslassen von Fenstern und Türen entstehen, sind selten ausreichend, um eine ganze Rolle einsparen zu können.

Theoretisch ist es also möglich, Tapete zu sparen, praktisch gesehen eher nicht. Zudem empfehlen wir immer (siehe auch nächster Abschnitt) eine Reserverolle einzuplanen. Wenn man sich verschnitten hat, wird sie so schnell zum Retter in der Not. Und braucht man sie nicht, ist es trotzdem nicht verkehrt die Rolle aufzuheben. So hat man bei evtl. später anfallenden Ausbesserungsarbeiten gleich die richtige Tapete der richtigen Charge zur Hand.

Abschließende Hinweise

  1. Gib dir selbst Raum und Platz für Fehler! Tapezieren ist gar nicht so schwer, aber nichts ist ärgerlicher als Tapete, die ein paar cm zu kurz für die Wand ist. Dies gilt natürlich insbesondere, wenn ein Maler bestellt ist oder die Familie / Freunde sich Zeit genommen haben um zu helfen. Dabei ist es auch egal, ob beim Zuschneiden was schief gegangen ist, die Maße produktionsbedingt abweichen oder deine Wand etwas schief oder geneigt ist. Berücksichtige diese Faktoren bei deiner Bestellung. Sollte deine Rechnung ergeben, dass du geradeso genug Tapete hast, dann bestelle lieber ein oder zwei Rollen mehr zur Sicherheit. Dies gilt insbesondere für Tapete mit versetztem Ansatz!
  2. Außerdem gilt es zu beachten, dass Tapeten-Hersteller die Länge der Tapetenrollen nicht garantieren. Eine Abweichung von 2-3% gilt noch als normal und vertretbar. Mit etwas Pech könnte deine Tapete so bis zu 30cm kürzer ausfallen – kalkuliere also nicht zu knapp!
  3. Möchtest du mehr als 1 Wand tapezieren? Wenn die Wände nebeneinander liegen, kannst du sie wie eine große Wand behandeln. Addiere dafür einfach die Maße deiner Wände bzw. genauer gesagt deren Breite, zu einer gemeinsamen Gesamtbreite. Für jede Ecke empfehlen wir 5-10 cm extra auf das Ergebnis aufzuschlagen. So kannst du die Tapeten überlappend kleben und einen Doppelnahtschnitt ausführen, was insbesondere im Altbau oft die sauberste Taktik ist, um über Eck zu tapezieren.
    Beispiel: 2 Wände nebeneinander mit den Maßen 2,50 x 2,00 m (Höhe x Breite) und 2,50 x 4,50 (Höhe x Breite) werden zu einer Gesamtbreite von 2,00m (1. Wand) + 0,10 m (Ecke) + 4,50m (2. Wand) = 6,60m. Unsere Berechnungen führst du dann einfach mit den Wandmaßen 2,50m x 6,60m (Höhe x Breite) durch.

Übrigens: Möchtest du Tapete nachbestellen, dann achtebitte unbedingt darauf, dem Händler die gewünschte Anfertigungsnummer mitzuteilen. Am besten erkundigst du dich sogar vorher, ob diese Nummer noch lieferbar ist. Tapetengehören zu den wenigen Dingen, die insbesondere farblich perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen! Es fällt daher höchstwahrscheinlich auf, wenn du unterschiedliche Anfertigungen auf dieselbe Wand tapezierst. Handelt es sich um unterschiedliche Wände, könnten Farbunterschiede mit etwas Glück durch Schatten in den Ecken nicht auffallen – dies ist aber vom Einzelfall abhängig und den individuellen Lichtverhältnissen. Die Anfertigungsnummerfindestdu ebenfalls auf der Tapetenrolle. Hebe diese also unbedingt solange auf bis du sicher bist, dass du sie jetzt und auch in Zukunft nicht mehr brauchen wirst.


Zusammenfassung

  • Die Symbole verraten dir, welchen Ansatz die Tapete hat. Wichtig für Nachbestellungen ist zudem die Anfertigungsnummer, welche du ebenfalls auf der Rolle findest.
  • Es gibt ansatzfreie Tapete, Tapete mit geradem Ansatz und Tapete mit versetztem Ansatz, wobei erfahrungsgemäß insbesondere bei letzterer viel Verschnitt entsteht.
  • Rollenkalkulatoren aus dem Internet arbeiten ungenau. Mit dieser Anleitung schaffst du es spielend, die benötigten Rollen selbst zu berechnen und verstehst dabei jeden Schritt.
  • Entsteht bei deiner gewählten Tapete und deiner Wand besonders wenig Verschnitt, überlege, ob du so sauber arbeiten kannst und willst. Alternativ bestelle 1-2 Ersatzrollen (abhängig von der Wandgröße)
  • Möchtest du mehr als 1 Wand tapezieren, kannst du die Maße zusammennehmen. Berechne dabei für die Ecke 5-10cm zusätzlich ein.
  • Die Rollenanzahl zu berechnen ist nicht simpel, aber auch kein Hexenwerk. Man muss sich nur trauen.

Noch Fragen? Sehr gern unterstützen wir dich bei deinem individuellen Vorhaben.

Hat dir diese Anleitung gefallen und geholfen? Lass uns wissen, ob es die Mühe wert war und schreib uns einen Kommentar mit deinen Erfahrungen!

Wie viele Tapetenrolle brauche ich? pin