wie entferne ich am besten alte tapete pin Entfernen von Raufasertapete

Die alte Tapete lässt sich einfach nicht entfernen? Wir helfen dir weiter!

Die sorgfältige Entfernung von alter Tapete ist sehr wichtig, damit neue Tapete nicht nur gut halten kann, sondern auch gut aussieht! Je nachdem, welche Tapete bis zum jetzigen Zeitpunkt an deinen Wänden klebte, kann sich die Entfernungsprozedur als sehr leicht oder sehr mühselig erweisen. Die gute Nachricht ist, dass auch schon andere diese Aufgabe gemeistert haben und wir aus diesen Erfahrungen lernen. Daher haben wir für dich die wichtigsten Lektionen zum Thema „alte Tapete entfernen“ zusammengetragen!

Inhalt:

  • Überprüfe deine Ausgangssituation
  • Die wichtigsten Grundlagen
  • Besondere Tipps für besondere Herausforderungen
  • Alternativen für den Extremfall
  • Zusammenfassung
  • Überprüfe deine Ausgangssituation

    Als Grundregel gilt: du solltest deinen Gegner kennen. Daher ist es empfehlenswert, wenn du dich als Erstes mit den genauen Umständen deines Vorhabens vertraut machst. Dazu zählt sowohl der Zustand der Wand unter der alten Tapete, die alte Tapete selbst und wie diese angebracht wurde.

    Die darunterliegende Wand

    Um herauszufinden, wie deine Wand beschaffen ist, kannst du einfach leicht dagegen klopfen. Falls sie sich fest anfühlt, ist es wahrscheinlich eine Gipswand und sollte ein Echo erklingen, dann handelt es sich wahrscheinlich um einen Trockenbau. In Europa ist Gips stärker verbreitet, wohingegen die USA eher auf Trockenbauwände setzen.

    Gipswände haben den Vorteil, dass du dir keine Sorgen um mögliche Beschädigungen durch Feuchtigkeit machen musst. Bei Trockenbauwänden hingegen solltest du sehr vorsichtig im Umgang mit Wasser sein, da zu viel Wasser gegebenenfalls die Wand unter der Tapete in Mitleidenschaft ziehen könnte. Zudem kannst du jetzt schon alle Daumen drücken, dass bei der Anbringung deiner alten Tapete eine Grundierung verwendet wurde. Auf der blanken Trockenbauwand klebt Tapete nämlich so richtig fest (zu fest).

    Die alte Tapete

    Beginne bei einer Ecke und versuche ganz behutsam die Tapete mit den Fingern abzukratzen und beobachte was passiert.

    Im besten Fall ist die Tapete trocken ablösbar und du kannst den gesamten Tapetenstreifen mit einem Zug abziehen. Falls das der Fall sein sollte, dann brauchst du eigentlich nicht weiterlesen, denn du wirst deine alte Tapete in wenigen Minuten los sein. Die leichte Lösbarkeit ist jedoch eine relativ neue Eigenschaft von Tapeten. Sollte deine Tapete also schon etwas älter sein, dann stehen deine Chancen eher schlecht, dass du so leicht davonkommst. Du solltest dir auf jeden Fall überlegen, ob du für zukünftige Tapeziervorhaben lieber auf diese moderne Tapetentechnik zurückgreifst – es wird dir dein zukünftiges Tapezierleben um einiges erleichtern!

    Tapete mit ablösbarer Oberschicht (spaltbare Tapete) erfordert in der Regel zwar etwas mehr Arbeit, ist aber trotzdem noch gut zu handhaben. Das bedeutet, dass die obere Schicht deiner Tapete in trockenem Zustand mit einem Mal abgezogen werden kann, allerdings der weiße Untergrund zurückbleiben wird. Diese Schicht kannst du dir wie den klebrigen Untergrund bei einem Preisschild vorstellen, dass du nur zum Teil ablösen konntest. Mit Wasser und Seife lässt sich aber auch dieser Teil recht gut entfernen, auch wenn es etwas mehr Zeit erfordert. Außerdem kann man diesen Teil auch oft nochmals als Untergrund für die neue Tapete verwenden. Wenn er noch gleichmäßig aussieht, lass ihn also gerne dran.

    Die kompliziertesten Fälle sind Raufasertapete, sehr alte oder vielschichtige Tapete, und Vinyltapete. Bei diesen Tapeten kannst du nur kleine Fetzen ablösen und der klebrige Untergrund wirkt wie versteinert. Vinyl macht die Situation noch schwieriger, da es auch gegenüber Wasser sehr widerstandsfähig ist.

    Die wichtigsten Grundlagen

    Als Erstes solltest du deinen Fußboden mit einer Plane abdecken, um ihn gegen Wasser und klebrige Tapetenreste zu schützen. Als nächstes kannst du ohne Wasser und nur mit bloßen Händen so viel Tapete wie möglich abkratzen. Wie du bereits gelernt hast, lassen sich einige Tapeten auch ohne Wasser recht mühelos entfernen.

    Sollte sich die Tapete nicht im trockenen Zustand ablösen, dann musst du die Tapete befeuchten, um sie vollständig von der Wand zu entfernen. Falls du nur die Grundlage und die klebrigen Stücke entfernen musst, dann sollte etwas Spülmittel im Wasser ausreichend sein. Als Alternative könntest du auch etwas Essig ins Wasser mischen mit einem Verhältnis von 1:4 (viermal so viel Wasser wie Essig). Bei der Entfernung von klassischer Papiertapete hat sich auch die Zugabe von etwas Weichspüler ins Wasser bewährt.

    Fülle anschließend deine Wasser-Seifen-Mischung in eine Flasche mit Sprühfunktion und beginne von den Tapetenecken an dich langsam über die gesamte Tapete vorzuarbeiten. Verteile dabei immer nur geringe Mengen Wasser auf der Tapete und lass‘ es für mindestens 15 Minuten einwirken. Falls du keine Gipswände hast, solltest du mit dem Wasser besonders vorsichtig und sparsam sein, damit sich die darunterliegende Wand nicht unbeabsichtigt in Matsch verwandelt. Als nächstes kannst du einen Spachtel mit runden Ecken verwenden, um vorsichtig die Tapete abzukratzen. Sei auch hier wieder besonders achtsam, dass du die darunterliegende Wand nicht beschädigst. Dieses Vorgehen wiederholst du nun über die gesamte Fläche der Tapete. Achte darauf, dass das Wasser immer mindestens 15 Minuten einwirken kann. Normalerweise sollte die Prozedur recht unproblematisch verlaufen, so dass du nur etwas Geduld brauchst bis du die gesamte Tapete bearbeitet hast. Anschließend entfernst du mit Hilfe eines feuchten Tuchs die verbleibenden Seifenreste und lässt die Wände komplett trocknen bevor du die neue Tapete anbringst.

    Entfernen von alter Tapete mit Dampftapetenablöser

    Mit einem Dampftapetenablöser kannst du durch heißen Dampf die alte und widerspenstige Tapete aufweichen.

    Besondere Tipps für besondere Herausforderungen

    Falls du bereits bei diesem Teil der Anleitung angekommen bist, dann scheinen die grundlegenden Methoden dich nicht ans Ziel zu führen. Ein sehr häufiges Problem entsteht beim Einweichen der Tapete. Oftmals ist die Durchdringung der Wasser-Seifen-Mischung nicht ausreichend. Das kann zum einen daran liegen, dass die Tapete schon sehr alt ist oder dass sie eine wasserabweisende Oberfläche hat, so wie bei Vinyltapeten.

    Ein guter Trick in so einer Situation ist die Verwendung eines Nadelwalze. Das ist eine Walze, die mit kleinen Spitzen ausgestattet ist. Damit kannst du behutsam über die alte Tapete rollen und sie durchlöchern. Anschließend sprühst du das Wasser auf die bearbeiteten Stellen, wo es nun besser die ganze Tapete durchdringen kann. Allerdings solltest du aufpassen, dass du mit der Walze nicht zu fest aufdrückst, damit du deiner Wand nicht versehentlich einen löchrigen Look verpasst.

    Zusätzlich zur Verwendung des Nadelrollers kannst du etwas Hitze mit einem Dampftapetenablöser auftragen. Diese Werkzeuge sind wirklich eine große Hilfe und gerade den Dampftapetenablöser kann man in jedem größeren Baumarkt kostengünstig ausleihen. Auch hier solltest du bei Trockenbauwänden besonders vorsichtig sein, da der Dampf ebenfalls Schäden auf der Wand hinterlassen könnte!

    Ein weiteres Hauptproblem ist alter Klebstoff, der sich trotz aller Tipps und Tricks partout nicht lösen möchte. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem du über einen chemischen Tapetenlöser nachdenken solltest. Diese Chemikalie ist sehr stark, aber sie kann den Klebstoff lösen und du kannst die Tapete endlich entfernen.

    Alternativen für den Extremfall

    Nichtsdestotrotz gibt es immer Tapete, bei der es schier unmöglich scheint, sie zu entfernen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Tapete direkt und ohne Grundierung auf einer Trockenbauwand angebracht wurde. Manchmal ist Tapete auch einfach zu alt und besitzt zu viele Schichten oder die Oberfläche besteht aus undurchdringlichem Vinyl aus den 80ern. Hier also noch ein paar letzte Möglichkeiten, falls die klassische Art und Weise aussichtslos scheint.

    Abschleifen

    Falls du deine neue Tapete unbedingt an eine ordentliche und frische Wand anbringen möchtest, dann könntest du im Notfall auf eine elektrische Schleifmaschine zurückgreifen. So wirst du auf jeden Fall die alte Tapete los, aber du solltest aufpassen, dass durch eventuell ungenaues Schleifen keine Unebenheiten in den Wänden entstehen.

    Mit Brettern überdecken

    Eine andere Möglichkeit ist die Anbringung von glatten Brettern über der alten Tapete. Du verlierst zwar etwas Platz und bist vielleicht weiterhin etwas frustriert, dass du die alte Tapete nicht loswirst, aber du schaffst auf jeden Fall eine ebene Oberfläche. Oberhalb der Bretter solltest du unbedingt ein Untergrundvlies anbringen, damit du Risse und Makel in den Brettern gut abdecken kannst bevor du deine schicke neue Tapete anbringst.

    Über-Tapezieren

    Falls du bereits Tapete auf deiner Wand anbringen kannst (sie sollte nicht zu glatt sein), dann könntest du auch die neue Tapete einfach direkt auftragen. Du solltest nur sichergehen, dass keine abblätternden Reste der alten Tapete hervorstehen. Damit du dir zukünftige Mühen ersparst, solltest du zudem unbedingt eine Grundierung verwenden. Gegen Unebenheiten und Risse hilft auch ein dickes Untergrundvlies. Allerdings solltest du deine Erwartungen bei dieser Methode den Umständen anpassen, da ein perfekter Look bei vielen Unebenheiten der zugrundeliegenden Wand nur schwer erreicht werden kann.

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