Tapete richtig zuschneiden pin  Tapete in Bahnen schneiden

Schneide die Tapetenbahnen großzügig zu. Die genaue Anpassung an deine Wände (Decke und Fußboden) erfolgt erst nach der Anbringung direkt an der Wand.

Tapeten schneiden – leider komplizierter als es klingt

Du hast bereits genug Tapete gekauft und all das wichtige Zubehör besorgt? Deine Wände und dein Zimmer sind richtig vorbereitet und jetzt kann es endlich losgehen? Dann lass uns anfangen die Tapete richtig in Bahnen zu schneiden, denn das ist leider alles andere als trivial. Wie du vorgehen solltest, hängt stark von der gewählten Tapete und dem Musterversatz ab. Aber keine Sorge, wir erklären dir hier alles Schritt für Schritt, bis deine Tapete perfekt an der Wand angebracht ist:

Lies weiter:

Anfertigungnummer

1- Kontrolliere die Anfertigungsnummer

Tapete wird in verschiedenen Produktionszyklen hergestellt und für jede Serie wird die Farbe neu angemischt. Durch Temperaturunterschiede, Luftfeuchtigkeit oder sogar Staub können minimale Farbunterschiede trotz gleichbleibenden Mischungsverhältnissen entstehen. Daher ist es empfehlenswert, immer zuerst zu kontrollieren, ob deine Tapetenrollen alle die gleiche Anfertigungsnummer haben. Manchmal wird diese auch als ‘run’, `batch` oder als ‘lot’ bezeichnet. Du findest die Anfertigungsnummer sowie auch alle Symbole zur Verarbeitung auf dem Einleger in der Tapetenrolle. Tipp: Schreibe dir die Nummer irgendwo auf. Solltest du später mehr Tapete benötigen, kannst du (falls noch vorrätig) die richtige Anfertigung bestellen. Die Farbunterschiede sind übrigens nur so minimal, dass man sie lediglich auf der gleichen Wand direkt nebeneinander bemerken würde. Kommen unterschiedliche Anfertigungen an unterschiedliche Wände, werden mögliche Farbunterschiede durch den Lichteinfall quasi unsichtbar.

2- Prüfe auf mögliche Mängel

Trotz aller Qualitätskontrollen und hochwertigen Produktionsstandards der heutigen Zeit, können Mängel an der Tapete nicht zu 100% ausgeschlossen werden. Prüfe daher deine Tapete vor dem Anbringen auf verschmierte oder fleckige Farbe sowie kahle oder ausgeblichene Stellen. Im Optimalfall kannst du die fehlerhaften Stellen entfernen, denn Verschnitt entsteht beim Tapezieren sowieso. Falls du Mängel jedoch auf der ganzen Rolle entdeckst, dann reklamiere die Tapete am Besten direkt beim Händler (vor dem Anbringen!) mit entsprechenden Fotos. Dieser kann den Mangel an den Hersteller weiterleiten und wird sich wahlweise umgehend um eine Erstattung oder Ersatzlieferung kümmern.

Symbole für Ansatzarten bei Tapeten

3 - Schneide die Tapete abhängig vom Musteransatz richtig zu

Ansatzfrei Ansatzfreie Tapeten werden auch als "Tapeten mit offenem Ansatz", "Tapeten ohne Ansatz", "Tapeten ohne Wiederholungen", oder "Tapeten mit beliebigem Ansatz" bezeichnet. Ansatzfreie Tapeten besitzen keine Designelemente, die am Rand der Tapetenbahnen zusammengeführt werden müssen. Das klassische Beispiel einer ansatzfreien Tapete sind einfarbige Tapeten (Unitapeten). Ansatzfreie Tapeten sind sehr leicht zuzuschneiden und daher perfekt für Anfänger geeignet. Allerdings solltest du beachten, dass es sich bei einfarbiger Tapete oft empfiehlt diese gestürzt zu kleben. Prüfe nochmal die Tapetensymbole um sicherzugehen.

Gerader Ansatz Bei Tapete mit geradem Ansatz müssen alle Bahnen exakt gleich aussehen, da die Muster an den Übergängen aufeinander abgestimmt werden. Es ist also wichtig zu entscheiden, welcher Teil der Tapete an der oberen Seite deiner Wand angebracht werden soll. Schneide deine Bahnen entsprechend mit einem langen Metalllineal und einer Rasierklinge zurecht und lasse 2,5 Zentimeter (1 inch) an jedem Ende überstehen. So hast du beim Anbringen mehr Spielraum und überstehende Enden kannst du am Schluss immer noch leicht entfernen.

Versetzter Ansatz Tapete mit versetztem Ansatz - manchmal auch "Tapete mit verschobenem Ansatz" genannt - ist durch Muster gekennzeichnet, die über die Enden der Tapetenbahnen hinausgehen und zusätzlich versetzt zueinander positioniert sind. Aufeinanderfolgende Bahnen sehen nicht gleich aus, daher sind diese Tapeten am Schwierigsten zuzuschneiden. Allerdings sollte bei Tapeten mit (um die Hälfte) versetztem Ansatz jede zweite Bahn identisch sein. Bei Tapete mit versetztem Ansatz empfehlen wir dringend, die einzelnen Bahnen bereits auf dem Fußboden passend auszulegen bzw. zuzuschneiden, um nicht die Übersicht zu verlieren. Schneide deine Bahnen mit einem langen Metalllineal und einer Rasierklinge zurecht und lasse 2,5 Zentimeter (1 inch) an jedem Ende überstehen. Manche Leute sind überrascht, wie viel Tapete abgeschnitten werden muss, damit die Bahnen genau zueinander passen.

Profitipp: Versuche 2 Rollen gleichzeitig zu öffnen. Schneide die 1. Rolle in gleich aussehende Bahnen. Dies sind deine Tapetenbahnen Nr. 1, 3, 5 … Aus der zweiten Rolle schneidest du um die Hälfte verschobene Tapetenbahnen. Wieder sehen alle gleich aus. Dies sind nun deine Streifen Nr. 2,4,6 …

Nummeriere die Tapetenbahnen auf jeden Fall auf der Rückseite mit einem Bleistift. Bleibe konsistent und nummeriere am Besten immer das obere Ende, um beim Tapezieren nicht durcheinanderzukommen.

Erinnerung:

Die Vorbereitung deiner Tapete ist eine super Möglichkeit, um noch einmal sicherzugehen, dass du auch wirklich ausreichend Tapete gekauft hast, um deine gesamte Wand abzudecken. Es ist wichtig, dass du den möglichen Verschnitt in deiner Rechnung bedenkst. Wo wir schon mal beim Thema sind: wir haben tolle Ideen, wie du Tapetenreste weiterverwenden kannst und deiner Wohnung noch mehr Flair verleihst. Inspiration und einfach umsetzbare Ideen findest du in unserem Blogbeitrag “15 inspirierende Ideen zur Verwendung von Tapetenresten” .

Tapeten Symbole zur Verarbeitung

4 - Bring die Tapete an die Wand

Und jetzt lass uns die Tapete an die Wand bringen! Wie du dabei vorgehen musst und welche Technik du nutzen kannst, hängt vom Material der Tapete ab. Daher haben wir extra 2 separate Anleitungen erstellt. Schau schnell auf das Verarbeitungssymbol deiner Tapete und folge dann unseren ausführlichen Schritt-für-Schritt Anleitungen für Papiertapeten oder Vliestapeten: