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Du hast ausreichend Tapete , bestellt. Schon in wenigen Stunden wirst du dich an neuen Wänden erfreuen können, die in frischem Glanz erstrahlen! Worauf wartest du also noch? Es wird Zeit, mit unseren 6 Tipps den Raum optimal auf die Tapezieraktion vorzubereiten!

Hier findest du unsere Checkliste mit allen wichtigen Hinweisen und Tipps:

  • 1. Möbel wegräumen
  • 2. Wände freimachen (wenn nötig)
  • 3. Wände vorbereiten (wenn nötig)
  • 4. Mängel in den Wänden ausgleichen (wenn nötig)
  • 5. Lotlinie(n) zeichnen
  • 6. Fußboden abdecken
  • 1. Möbel wegräumen

    Als erstes musst du dir so viel Platz wie möglich verschaffen und alles wegräumen, was im Weg steht. So kannst du die Wände gut erreichen. Falls du das ganze Zimmer tapezierst, dann räume im Optimalfall alle Möbelstücke aus dem Zimmer. Wenn du nur eine Wand tapezierst oder Wand für Wand vorgehen willst, dann reicht aus, die Möbel etwas zur Seite bzw. an das andere Ende des Raumes oder in die Mitte zu stellen. Das wichtigste ist, dass du genügend Platz hast, um den Tapeziertisch aufzustellen (wenn benötigt). Zudem brauchst du Platz, um die einzelnen Streifen vor dem Anbringen nebeneinander auslegen zu können. Nur so kannst du überprüfen und sichergehen, dass die einzelnen Stücke zueinander passen.

    Tipp: Nutze die Gelegenheit, um alte Sachen mal wieder auszusortieren oder den Raum etwas umzuräumen, damit etwas Abwechslung in deine vier Wände kommt!

    2. Wände freimachen (wenn nötig)

    Jetzt solltest du alle Halterungen entfernen, die an den Wänden angebracht sind. Dazu zählen zum Beispiel Gardinenstangen, Lichtschalter- oder Steckdosenplatten und beim Badezimmer beispielsweise Toilettenpapier- oder Handtuchhalter. Falls deine Lampen seitlich an der Wand angebracht sind, empfehlen wir auch diese abzunehmen. Ist das deine einzige Lichtquelle im Zimmer, arbeite zum Tapezieren am Besten mit einem Baustrahler oder noch einfacher im Tageslicht. Klar, das hört sich aufwendig an. Aber wir versprechen dir, dass das Tapezieren um all diese Dinge herum noch viel mehr Nerven kosten würde!

    Natürlich solltest du nach eigenem Ermessen entscheiden, was weggeräumt werden muss. Selten lohnt es sich, den ganzen Heizkörper abzubauen. Gleiches gilt beispielsweise auch für die Küche. Um Heizungen und Einbauschränke kann man auch drum herum tapezieren. Wichtig ist, dass du bedenkst, wie lange du die Möbel noch behalten willst und wie lange sie voraussichtlich noch an diesem Platz stehen.

    3. Wände vorbereiten (wenn nötig)

    Der nächste Schritt hängt ganz von dem Zustand deiner Wände ab. In der Regel kannst du zwischen vier Typen unterscheiden: alte Tapete, alte Farbe, frischer Trockenbau oder Gipskartonwände. Welche Wand hast du?

    Alte Tapete: Idealerweise solltest du deine alte Tapete entfernen bevor du mit dem Tapezieren beginnst - insbesondere, wenn die alte Tapete Mängel hat. Dazu zählen Schimmelstellen, Unebenheiten, abblätternde Tapete oder auch glänzende Tapete. Über glänzende Tapete kannst du jedoch auch mit Hilfe einer Grundierung drüber tapezieren. Bei Unebenheiten geht das prinzipiell auch, nur solltest du dir bewusst sein, dass deine neue Tapete dann ebenfalls ein paar Unebenheiten aufweisen wird. Hier kann ein Untergrundvlies sehr hilfreich sein, um die Unebenheiten verschwinden zu lassen. Bei abblätternder Tapete empfiehlt es sich, vor dem neuen Tapezieren so viel wie möglich von der alten Tapete abzureißen. Hier solltest du ebenfalls ein Untergrundvlies verwenden. Verschimmelte Tapete solltest du entfernen und die Wände anschließend gut reinigen, damit dir das bei deiner neuen Tapete nicht gleich wieder passiert.

    Im schlimmsten Fall hast du Raufasertapete bei dir zuhause – eine Tapete, die sich nur sehr schwer entfernen lässt und Unebenheiten aufweist, wenn du einfach nur drüber tapezierst. Schau dir auf jeden Fall mal unseren ausführlichen Artikel zum Thema “Wie gestalte ich Wände mit Raufasertapete? ” an, um mehr Informationen und hilfreiche Tipps zu bekommen.

    Alte Farbe: Blättert die Farbe ab oder wirft kleine Bläschen, musst du die Wand vorbereiten. Auch bei ölbasierter oder glänzender Farbe ist ein weiterer Arbeitsschritt nötig. Über alle anderen alten Farbreste kannst du problemlos drüber-tapezieren. Um zu wissen, welche Art von Farbe an deiner Wand ist, nutze diese beiden Insider-Tricks. Streifentest: Ritze ein kleines x in die Farbe ritzen und klebe anschließend etwas Klebestreifen darüber. Streiche den Klebestreifen gut fest und ziehe ihn dann mit einem Ruck ab. Falls die Farbe an dem Klebestreifen hängen bleibt, dann solltest du die alte Farbe lieber entfernen bevor du mit dem Tapezieren beginnst (sonst hält die Tapete später nicht).

    Nagellackentferner-Test: Nimm einen Wattebausch und trage etwas Nagellackentferner auf. Rubbel nun über die Farbe. Falls die Farbe nicht abgeht, dann ist sie wahrscheinlich ölbasiert. In diesem Fall solltest du die Farbe entfernen oder eine Grundierung vor dem Tapezieren auftragen.

    Frischer Trockenbau oder Gipskarton: Herzlichen Glückwunsch! Frischer Trockenbau oder Gipskarton sind wunderbare Untergründe zum Tapezieren. Allerdings ist Gipskarton sehr saugfähig. Der Kleister wird somit sehr schnell aufgenommen und evtl. klebt die Tapete dadurch nicht richtig. Um dies zu vermeiden, benutze eine Grundierung, bevor du die Tapete anbringst. Auch bei neuem Trockenbau empfehlen wir die Verwendung einer Grundierung. Ohne diese wird die Tapete sehr stark - zu stark - an der Wand kleben und es wäre sehr schwierig, sie später wieder zu entfernen ohne bleibende Schäden an der Wand zu hinterlassen.

    4. Mängel in den Wänden ausgleichen (wenn nötig)

    Oftmals verstecken sich unter alter Tapete einige Schäden, Verfärbungen und andere Mängel. Außerdem können auch beim Entfernen von alter Tapete neue Schäden entstehen. Wie kann man diese Schäden am schnellsten reparieren?

    Wenn große Flächen oder Teile der Wand uneben sind, brauchst du vermutlich professionelle Hilfe. Kleine Löcher und Risse lassen sich aber auch sehr einfach selbst mit Spachtelmasse ausbessern. Erhabene Unebenheiten kannst du mit Sandpapier abschmirgeln. Ebenso kannst du damit über mögliche Verfärbungen oder andere unschöne Stellen gehen. Nach dem Abschleifen mit Sandpapier solltest du die Wände noch mal mit einem feuchten Tuch abwischen, damit kein Staub auf der Tapete zurückbleibt (sonst hält die neue Tapete nicht so gut). Außerdem solltest du sichergehen, dass alle Wände mit Gips oder Farbe komplett trocken sind bevor du mit dem Tapezieren beginnst, da Feuchtigkeit unter der Tapete zu Schimmelbildung führen kann. Lasse insbesondere also auch aufgetragene Grundierungen sehr gut austrocknen. So viel Zeit muss sein.

    marking plumb lines

    Lotlinien (oder zumindest die erste!) zu zeichnen ist einer der wichtigsten Schritte beim Vorbereiten der Wände zum optimalen Tapeziererlebnis – vertraue niemals blind darauf, dass deine Wände gerade sind!

    5. Lotlinie(n) zeichnen

    Sobald deine Wände komplett trocken, staubfrei und in einem generell guten Tapezier-Zustand sind, kannst du mit der Planung deiner konkreten Wandgestaltung beginnen – wo soll jeder einzelne Tapetenstreifen angebracht werden? Dabei ist es sehr wichtig, dass du die Lotlinien auf deiner Wand kennzeichnest und nie blind darauf vertraust, dass deine Wände oder Decke schon gerade sein wird!

    Starte das Tapezieren an einem Punkt, der nahe zur nächsten Lichtquelle liegt (Fenster oder Lampe). Passiert es dir später, dass du die Bahnen minimal überlappend klebst, wirfst das Licht zumindest keine Schatten auf die Naht. Markiere den Punkt an der Decke, an dem du den ersten Streifen anbringen möchtest mit einem Bleistift. Nimm nun ein Lot zur Hand (oder zur Not eine Wasserwaage) und markiere dir eine senkrechte Linie nach unten. An dieser Linie solltest du dich unbedingt orientieren. Lass dir auch unbedingt genug Zeit beim ersten Streifen, denn er entscheidet darüber, ob die nächsten Streifen gerade werden oder nicht. Und keine Sorge – vermutlich sieht deine Tapete „krumm“ aus. Dies liegt aber an unebenen Decken und schiefen Wänden und ist normal. Schiebe die Tapetenbahn einfach so hoch, dass die gesamte Wand bis zur Decke bzw. darüber hinaus bedeckt ist. Überstehende Tapete wird im letzten Schritt entfernt. Leider kann man es nicht oft genug sagen, daher hier nochmal: Wichtig: deine Tapete muss gerade sein und nicht deine Wände oder die Decke.

    Wenn du mutig bist oder schon etwas geübt, kannst du nun mit dem Tapezieren beginnen. Anfängern empfehlen wir allerdings diesen Vorgang (Nahtstellen markieren und sehr genaue Lotlinien einzeichnen) über die gesamte Wand fortzusetzen. Bedenke dabei, dass sich Papiertapeten noch ein wenig ausdehnen. Rechne hier lieber 1 cm extra zur Breite eines Streifens dazu. Bei mehreren Wänden solltest du Schritt für Schritt eine nach der anderen markieren bevor du mit dem Tapezieren beginnst.

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    6. Fußboden abdecken

    Fast geschafft! Schütze im letzten Vorbereitungsschritt noch deinen Fußboden. Benutze kein altes Zeitungspapier, da die Tinte auf deine neue Tapete abfärben könnte. Alte Bettlaken sind ebenfalls nicht gut geeignet, da sie den Kleber zu stark aufnehmen und am Fußboden haften bleiben könnten. Nutze stattdessen lieber eine Plastikplane und klebe diese ruhig an einer Fußleiste, die nicht tapeziert werden soll, fest. So ist dein Fußboden optimal vor Kleister geschützt (verwende aber besser sowieso nicht so viel Kleister, dass er von den Wänden tropft).

    Dein Raum und deine Wand ist nun optimal vorbereitet und du kannst mit dem Tapezieren loslegen! Der schwierigste Teil ist quasi geschafft! Finde nur noch heraus, ob du eine Kleister-die-Wand oder eine Kleister-das-Produkt Tapete hast und informiere dich entsprechend mit Hilfe unserer Anleitungen zum Anbringen von Tapete:


    TOP Tipps zum Anbringen von Vliestapete & Kleister-die-Wand Tapete

    TOP Tipps zum Abringen von Papiertapete & Kleister-das-Produkt Tapete

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